Kleine Projekte & Experimente
Kleine Dinge, klar gedacht und präzise gebaut.
Mülleimer aus Wickelfalz & 3D-Druck
Ein reduziertes Objekt aus Industrie- und Präzisionsteilen.
Dieser Mülleimer ist ein kleines Experiment mit industriellem Material und präziser 3D-Fertigung. Das Grundelement ist ein 200-mm-Wickelfalzrohr, ein Bauteil, das normalerweise in Lüftungsanlagen verschwindet und hier bewusst sichtbar bleibt. Die gedruckten Rahmen greifen diese Schlichtheit auf: Sie fassen das Metall, schützen die Kanten und geben dem Objekt seine ruhige, klare Form.
Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem: Müllbeutel, die sich nicht verstecken lassen und ein ungenutztes Wickelfalzrohr im Keller. Der schmale Innenrahmen hält den Beutel sauber gespannt, während der breite Überwurfrahmen ihn vollständig verdeckt. So wird aus einem funktionalen Gegenstand ein unaufgeregtes, geordnetes Objekt, das sich in den Raum einfügt, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen.
Bemerkenswert ist die Einfachheit der Konstruktion. Alle Bauteile sind reduziert gestaltet und erfüllen jeweils nur einen Zweck: halten, führen, decken, schützen. Der Deckel ist optional und wird über einen kleinen, gedruckten Halter und eine gekürzte 3-mm-Gewindestange geführt. Er öffnet leise und bleibt in Position, ohne Mechanik, ohne Feder, nur durch die Form.
Im Alltag wirkt der Mülleimer überraschend hochwertig: stabil durch das Metall, warm durch die matten Druckteile, visuell ruhig, weil nichts Überflüssiges sichtbar bleibt. Ein pragmatisches, kleines Projekt – entstanden aus Neugier und mit dem Wunsch, etwas Schlichtes besser zu machen.
Hinweise
Das Projekt benötigt ein 200-mm-Wickelfalzrohr, die gedruckten Bauteile und möglichst zwei verschiedene Klebstoffe: Alleskleber für die beiden Kantenschutzelemente sowie UHU Allplast für den Deckelhalter.
Der untere und obere Rahmen werden auf das Rohr geschoben und mit Alleskleber dauerhaft fixiert. Anschließend wird der Müllbeutel eingelegt und über den Innenrahmen gefalzt, bevor der Überwurfrahmen aufgesetzt wird. Wer den Deckel nutzen möchte, klebt den Deckelhalter am Rand auf den Überwurfrahmen und führt die gekürzte 3-mm-Gewindestange durch die vorgesehene Öffnung.
Es gibt zwei Varianten: den Mülleimer offen, nur mit Überwurfblende, oder komplett mit Deckel. Beide Versionen funktionieren gleich gut – die Entscheidung ist eine Frage der Nutzung und der gewünschten Ruhe im Raum.
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Ersatz-Deckelklemme
für eine Dr. Oetker Kuchenplatte
Diese Deckelklemme ist ein kleines Reparaturprojekt, entstanden aus einem funktionalen Defekt.
Die Kuchenplatte selbst war intakt und im Alltag bewährt, doch die originale Klemme war gebrochen. Ein einzelnes Bauteil hatte ausgereicht, um den Deckel unbrauchbar zu machen. Die nachkonstruierte Klemme setzt genau hier an: Sie ersetzt das schwächste Element und gibt dem Objekt seine ursprüngliche Funktion zurück.
Die Idee entstand aus dem Wunsch, ein ansonsten gutes Produkt nicht zu entsorgen. Statt das Originalteil eins zu eins zu kopieren, wurde die Klemme neu gedacht und robuster ausgeführt. Die Geometrie ist bewusst schlicht gehalten und folgt ausschließlich ihrer Aufgabe: den Deckel sicher auf dem Kuchenblech zu fixieren. Keine zusätzlichen Funktionen, keine beweglichen Teile, nur Form und Material.
Ein kleines Ersatzteil, das die Lebensdauer eines Gebrauchsgegenstands verlängert und zeigt, dass Reparatur manchmal nur eine präzise Entscheidung braucht. Ein ruhiges, pragmatisches Projekt mit dem Ziel, etwas Bestehendes sinnvoll weiterzuverwenden.
Hinweise
Die Klemme wird aufgesteckt, greift den Rand von Deckel und Blech und hält beide zuverlässig zusammen. Die massivere Ausführung reduziert die Belastung an den kritischen Stellen und macht das Teil unempfindlicher gegenüber wiederholtem Öffnen und Schließen.
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Schattenwelt
Modulare Diorama-Basis
Diese Schattenwelt ist ein kleines, digitales Experiment zwischen Spiel, Gestaltung und 3D-Fertigung. Entstanden ist eine kompakte, modulare Diorama-Basis, die dunkle Flächen mit kristallinen Formen verbindet. Die Landschaft ist bewusst reduziert gehalten: eine klare Grundform, gebrochene Strukturen und wenige, prägnante Elemente, die Raum für Fantasie lassen, ohne sie vorzugeben.
Die Idee entstand aus einem sehr konkreten Wunsch: Für vorhandene Fantasy-Figuren sollte eine eigene kleine Welt entstehen – ruhig, geschlossen und unabhängig von vorgefertigten Spielsets. Da es nichts Passendes zu kaufen gab, wurde die Umgebung selbst entworfen. Nicht als Nachbildung einer bestehenden Welt, sondern als neutrale Bühne, die Spiel und Präsentation gleichermaßen zulässt.
Konstruktiv folgt die Schattenwelt einfachen Prinzipien. Die Basis bildet eine stabile Platte mit strukturierter Oberfläche, ergänzt durch kristallartige Elemente, die eingeklebt werden. Die Formen sind robust, die Geometrien klar, die Funktion eindeutig: tragen, begrenzen, Atmosphäre schaffen.
Im Alltag wirkt die Schattenwelt zurückhaltend und konzentriert. Sie drängt sich nicht auf, sondern rahmt Figuren und Szenen ruhig ein.
Hinweise
Das Projekt besteht aus einer Grundplatte und mehreren kristallinen Elementen.
Nach dem Druck werden die Kristalle in die vorgesehenen Mulden der Grundplatte eingesetzt und mit UHU Allplast dauerhaft fixiert.
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Halter für Interdentalbürsten
Ein kleines Ordnungssystem für die tägliche Zahnpflege.
Dieser Halter für Zahnzwischenraumbürsten ist ein kleines Experiment mit Ordnung, Gewohnheit und präziser 3D-Fertigung. Ausgangspunkt ist kein besonderes Material, sondern ein alltäglicher Ort: die Innenseite eines Badezimmerschranks. Ein Bereich, der meist ungesehen bleibt und dennoch täglich genutzt wird. Die gedruckte Halterung fügt sich dort zurückhaltend ein und übernimmt eine klare Aufgabe: strukturieren, trennen, zugänglich machen.
Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Zahnzwischenraumbürsten liegen oft lose im Becher, berühren sich, trocknen schlecht oder verschwinden in Schubladen. Der Halter ordnet jede Bürste eindeutig zu, hält sie getrennt und ermöglicht einen schnellen Zugriff. Die reduzierte Form verzichtet bewusst auf Hüllen oder Abdeckungen und setzt stattdessen auf Abstand, Luft und Klarheit.
Im Alltag wirkt das Objekt unscheinbar, aber wirksam. Die Bürsten sind sichtbar, trocken und sofort greifbar, ohne den Raum zu dominieren. Ein kleines, pragmatisches Projekt, entstanden aus dem Wunsch, eine alltägliche Routine leiser, ordentlicher und ein wenig besser zu gestalten.
Hinweise
Für das Projekt werden der gedruckte Halter und ein geeignetes doppelseitiges Klebeband benötigt. Empfehlenswert ist ein Band mit hoher Anfangshaftung, das für glatte Schrankinnenflächen geeignet ist und sich bei Bedarf rückstandsfrei wieder lösen lässt.
Der Halter wird an der gewünschten Position im Badezimmerschrank ausgerichtet und fest angedrückt. Dabei sollte auf eine saubere, trockene Oberfläche geachtet werden, damit das Klebeband seine volle Haftung erreicht.
Der Halter ist für TePe®-Zahnzwischenraumbürsten ausgelegt.
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Mechanischer Torzähler
Ein analoges Zählsystem für Arcade-Games und Spielaufbauten
Dieser Torzähler ist als rein mechanisches Zählsystem für analoge Spiele gedacht. Er zeigt den Punktestand ohne Elektronik, ohne Strom und ohne Software – reduziert auf das Wesentliche.
Ursprünglich entstand das Objekt für einen Airliner-Airhockey-Tisch, bei dem das vorhandene Zählsystem weder funktional noch gestalterisch überzeugte. Aus dieser konkreten Anwendung heraus wurde der Zähler weiterentwickelt und so ausgelegt, dass er auch an anderen analogen Arcade-Games und Spielaufbauten eingesetzt werden kann.
Das Ergebnis ist ein modularer, verschiebbarer Zahlenzähler, der sich gut ablesen lässt und mechanisch zuverlässig ist. Die Konstruktion ist bewusst zurückhaltend gestaltet, damit sie sich in unterschiedliche Spielumgebungen einfügt, ohne selbst im Vordergrund zu stehen.
Der Torzähler besteht aus sechs einzelnen Bauteilen, die zu einer stabilen Einheit zusammengefügt werden.
Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass sie verschraubt montiert werden kann und dauerhaft spielfest bleibt.
Bestimmte Bauteile – insbesondere der Steg, die Steghalter und der Zahlenschieber – wurden in PETG ausgeführt. Diese Materialwahl war notwendig, da beim ursprünglichen Einsatz ein schwebender Steg realisiert wurde, der mechanisch stärker belastet wird. Andere Teile wurden in PLA gedruckt. Eine vollständige Umsetzung in PLA ist grundsätzlich möglich, abhängig vom Einsatzbereich.
Hinweise
Der Torzähler besteht aus sechs gedruckten Einzelteilen, die zu einer stabilen mechanischen Einheit zusammengefügt werden.
Die Teile werden passgenau verklebt.
Für die Verbindung wurde UHU Allplast verwendet. Nach dem Verkleben kann der Torzähler verschraubt montiert werden.
Der Zahlenschieber läuft frei im Hauptsteg und wird ausschließlich mechanisch geführt.
Die Toleranzen sind bewusst so gewählt, dass der Schieber nicht unbeabsichtigt verrutschen kann.
















































